Zuhause mit der Katze – Schlafplätze, Näpfe und Kratzmöbel
Katzen sind Beobachter. Sie schlafen 12 bis 16 Stunden am Tag, suchen sich diese Plätze gezielt aus und ziehen über den Tag mehrfach um – vom warmen Sonnenfleck am Fenster zum kühleren Boden, von der Höhle ins offene Bett. Was die Wohnung an Liegeplätzen, Kratzmöglichkeiten und Näpfen bietet, prägt das Wohlbefinden mindestens so stark wie das Futter im Napf.
Häufige Fragen rund um Zuhause mit der Katze (FAQ)
Schlafplätze: Höhle, Bett oder Korb?
Katzen schlafen viel und an wechselnden Plätzen. Faustregel: pro Katze mindestens zwei bis drei Schlafplätze im Haus – einer für die Nacht, einer in der Sonne, einer in einem ruhigen Raum.
Katzenhöhlen sind die geschützte Variante – geschlossene Form, Eingangsöffnung, oft mit Kuschelfüllung. Besonders bei jungen, ängstlichen oder zurückhaltenden Katzen sehr beliebt, weil das Gefühl von Geborgenheit dem Sicherheitsbedürfnis entgegenkommt. Auch in lebhaften Haushalten mit Kindern oder Hunden ein wichtiger Rückzugsort.
Katzenbetten und Schlafkörbe sind die offene Variante mit erhöhtem Rand zum Anlehnen. Praktisch für Katzen, die im Schlaf gerne den Raum überblicken oder auf den Halter reagieren wollen.
Liegekissen sind die flexible Lösung für Zweit- und Drittplätze. Sie passen auf Fensterbänke, auf den Schreibtisch, ins Bücherregal. Material aus Velours, Plüsch oder festem Bezug – je nach Vorliebe.
Katzenhäuser und Tipi-Zelte sind die dekorativen Hybride aus Höhle und Möbelstück. Mehr Stellfläche als eine klassische Höhle, oft mit eingearbeitetem Spielzeug oder Kratzfläche.
Wichtig: nicht jede Katze nimmt jeden Schlafplatz an. Manche meiden Höhlen komplett, andere ignorieren offene Betten. Wer einen Schlafplatz neu anbietet und merkt, dass er nicht angenommen wird, kann ihn umstellen, mit Catnip einsprühen oder ein bekanntes Lieblingstuch hineinlegen. Manchmal hilft auch nur Geduld.
Kratzbäume und Kratzmöbel
Kratzen ist bei Katzen kein optionales Verhalten. Es dient der Krallenpflege, der Reviermarkierung über die Duftdrüsen an den Pfoten und dem Strecken der Rückenmuskulatur. Eine Katze ohne adäquate Kratzmöglichkeit sucht sich Ersatz – meist das Sofa, den Sessel oder die Tapete.
Kratzbäume sind die universellste Lösung. Sie bieten Krallenpflege, Aussichtspunkt, Spielplatz und manchmal auch einen Schlafplatz – alles in einem. Wichtige Kaufkriterien: Stabilität (kein Wackeln, sonst wird er nicht angenommen), Höhe (die Katze sollte sich vollständig strecken können, ohne den oberen Rand zu erreichen), Material der Kratzflächen (Sisal funktioniert in der Regel deutlich besser als glatte Stoffe).
Kratzbretter und Kratzbälle sind die kompakte Alternative – wandmontiert, am Boden stehend oder in Ballform. Ideal für Wohnungen, in denen kein vollwertiger Kratzbaum Platz findet.
Kratzteppiche und Kratzmatten aus Sisal oder Pappe sind die günstige Einstiegsvariante und werden besonders von Katzen angenommen, die horizontale Kratzflächen bevorzugen – nicht jede Katze kratzt aufrecht.
Holz-Kratzbälle und designorientierte Kratzmöbel sind die Premium-Variante, die Wohnoptik und Funktion verbindet. Sichtbar im Sortiment ist die Designed-by-Lotte-Linie, die genau diese Brücke schlägt.
Falls der Kratzbaum nicht angenommen wird, liegt es selten am Möbel – meist am Standort. Katzen kratzen oft direkt an Stellen, an denen sie sich gerade strecken (nach dem Schlafen, nach dem Klettern) oder die im Revierfokus liegen. Der hinterste Eckwinkel des Wohnzimmers ist meist die falsche Wahl.
Näpfe für Futter und Wasser
Beim Katzennapf entscheiden Material, Form und Anzahl darüber, ob das Setup im Alltag funktioniert.
Edelstahl ist der pflegeleichteste Klassiker: spülmaschinenfest, geruchsneutral, langlebig. Praktisch ist eine rutschfeste Unterseite oder eine separate Napfunterlage.
Keramik und Steingut sind schwer (also stand- und auslaufsicher), geruchsneutral und langlebig. Nachteil: bruchempfindlich. Ideal für Katzen, die ihren Napf gerne über den Boden schieben.
Bambus-Näpfe sind die nachhaltige Variante mit klarer Wohnoptik. Robust, leicht, oft mit Silikonfuß für Standsicherheit.
Mehrere Wassernäpfe machen einen großen Unterschied. Katzen trinken oft zu wenig – ein Wassernapf in jedem genutzten Raum erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Wasser tatsächlich aufgenommen wird. Wer zusätzlich auf einen Trinkbrunnen setzt, bedient den Reiz vieler Katzen, fließendes Wasser zu bevorzugen. Mehr zum Thema Trinken und Ernährung findest du in der Kategorie Katzennahrung.
Auch praktisch: Toilettenvorleger fangen Streureste vor der Katzentoilette ab und reduzieren das Verteilen in der Wohnung erheblich.
Erstausstattung für ein Kitten
Beim Einzug eines Kittens braucht es nicht das größte Set, sondern das richtige: ein flacher Napf, ein offenes Bett oder eine kleine Höhle, ein Kratzbaum mit niedrigen Einstiegen und sichere Spielzeuge ohne verschluckbare Kleinteile. Vieles davon kann mitwachsen, der erste Kratzbaum darf ruhig klein sein – im ersten Lebensjahr verändert sich die Statur der Katze deutlich, ein passenderes Modell folgt später.
Mehr Beschäftigungsideen für Kitten und ausgewachsene Katzen, die viel zu Hause sind, klärt der Ratgeber Beschäftigung für Katzen.
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