Tipps und Tricks zur Auslastung deines Hunde für Zuhause

on February 08, 2021

5 Tipps ihren Hund Zuhause zu Beschäftigen

in den kalten Wintermonaten und gerade in der Corona Krise sind die Möglichkeiten begrenzt. Deshalb dachte ich mir ein paar Tipps für Zuhause können dem ein oder anderen helfen. Auch wenn die Hundeschulen/Hundevereine geschlossen bleiben müssen, kann man Trainingseinheiten zur Auslastung des Hundes auch super Zuhause umsetzen.

Hallo Ihr Lieben! 

Vorteile deinen Hund Zuhause zu beschäftigen

  • Es gibt zwar viele Spielsachen, die den Hund auch selbst beschäftigen. Allerdings stärkt es die Bindung, wenn sich der Halter mit seinem Hund beschäftigt.
  • du bist unabhängig vom Wetter
  • ruhige, gewohnte Umgebung ist die beste Voraussetzung für ein konzentriertes Training
  • Kopfarbeit ist neben der körperlichen Auslastung sehr wichtig für deinen Hund, damit sorgst du für einen klaren Kopf deines Hundes

 

TIPPS:

1. Distanzarbeit mit deinem Hund

Das Kommando „bleib“ lässt sich am besten Zuhause trainieren. Setze oder lege dein Hund ab, wichtig hierbei ist, dass der Hund auch das Kommando ausführt, dass Sie von Ihm möchten. Die Konsequenz spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Gebe Ihm dann das Kommando „bleib“ (Wie du es benennst, ist egal. Ich verwende „bleib“). Dann wird die Distanz minimal vergrößert. Wichtig ist am Anfang die korrekte Ausführung, nicht die Dauer oder die Entfernung. Wenn dein Hund in seiner Position bleibt, gehe direkt wieder zu deinem Hund und lobe Ihn. Du kannst es steigern, indem du einen kleinen Schritt zurück gehst und die Dauer verlängerst, oder in dem du die Distanz verlängerst aber die Dauer gleichbleibt. Je nachdem in welcher Situation dein Hund das Kommando besser ausführt. Wenn das Kommando mal sitzt, ist die Distanz egal. Wichtig ist nur (ich wiederhole es immer wieder gerne) die korrekte Ausführung. Verlange aber nicht direkt zu viel von deinem Hund, wenn die Ausführung unsauber wird, versaust du dir die guten Anfangsschritte. Du willst von deinem Hund das er das Kommando „Sitz“ während der Übung macht, dann soll er auch im Sitz bleiben. Besser ist es, DU löst das Kommando auf, bevor es dein Hund tut. Spiele zwischendurch immer mal wieder mit Ihm, um die Stimmung aufzulockern und setze dann die Übung weiter fort. Wenn du die Distanz zu deinem Hund vergrößert hast und er dir hinterer möchte, wird die Übung beendet und neu angefangen. Sei geduldig mit deinem Liebling und konsequent. Wenn ich ein Kommando verlange möchte ich auch dieses und kein anderes. Deswegen immer erst überlegen, ob dein Hund das Kommando beherrscht und in der Situation auch ausführen wird. Diese Übung würde ich je nach dem, wie gut dein Hund die Übung beherrscht maximal 10 Minuten täglich machen.

2Körperbeherrschung

Hast du eigentlich gewusst, dass der Hund die Hinterbeine unbewusst einsetzt?

Die Hinterhand kann man ganz einfach trainieren, indem man sich ein fester Gegenstand aus dem Haushalt nimmt (Topf, Eimer etc.), auf den sich der Hund mit den Vorderpfoten drauf stellen kann. Diese Übung sollte vorsichtig und ruhig durchgeführt werden. Der Hund muss sich sicher fühlen, damit er keine schlechte Erfahrung macht. Setze dich zu deinem Hund und zeige Ihm erstmal den Gegenstand, lege Leckerlis drauf umso das Vertrauen zu dem Gegenstand aufzubauen. Klappt das gut und ihr Hund zeigt kein Misstrauen, kann man versuchen Ihn mit den Vorderpfoten auf den Gegenstand zu locken. Loben, Loben, Loben, ist hierbei ganz wichtig! Wenn das ohne Probleme funktioniert, lass deinen Hund sich mit den Vorderpfoten auf den Gegenstand stellen und versuche, dass er sich mit den Hinterläufen um den Gegenstand dreht, indem du dich deinem Hund mit einem Leckerli gegenüberstellst und dich ebenso um den Gegenstand bewegst. Diese Übung sollte in kleinen Schritten gesteigert werden. Das Ziel ist es, dass der Hund sich komplett mit den Hinterbeinen um den Gegenstand dreht. Fang aber erst mit ein oder zwei Schritten an, funktioniert das Gut, kannst du die Übung beenden. Du kannst auch eine Kiste, Wäschekorb etc. nehmen und versuchen dein Hund hinein Hüpfen zu lassen, darauf springen oder drüber springen, dass ist je nach Größe des Hundes variierbar. Diese Übungen kann man immer mal wieder mit einbauen, sollte man aber nicht zu lange machen, da sie ziemlich anstrengend für deinen Liebling ist, weil hohe Konzentration gefordert wird.

3. Nasenarbeit

Das Einsetzen der Nase ist eine der anstrengendsten Übungen für deinen Hund. Die Nasenarbeit kann man ganz einfach anfangen, indem du ein paar Leckerlis sichtbar in der Wohnung verteilst. Das Dummytraining ist auch eine super Nasenübung für deinen Vierbeiner. Darauf gehe ich allerdings in einem anderen Beitrag näher ein (Dummytraining richtig anfangen HIER). Je nachdem wie wild ihr Hund auf seine Spielsachen ist, kann man das Nasentraining auch mit einem Spielzeug machen, indem man es in der Wohnung versteckt. Damit würde ich aber auch ganz simpel anfangen, damit dein Hund möglichst viele Erfolgserlebnisse bei der Übung hat und nicht nach kurzer zeit die Lust verliert. Kleiner Tipp: Räume alle Spielsachen zur Seite, damit er keine Alternativen hat sich dann einfach ein anderes zu nehmen, falls er das versteckte Spielzeug nicht findet. Steigern kann man diese Übung ganz einfach, indem man ein schwierigeres Versteck aussucht. Falls ihr Hund das Leckerli oder das Spielzeug nicht findet, könnt ihr ihm auch gerne helfen, indem ihr zusammen mit dem Hund sucht und es Ihm zeigt.

3. Verstecken spielen

Hunde lieben es Dinge oder Personen zu suchen. Setz deinen Hund daheim ab und verstecke dich so gut du kannst. Wenn du den Hund rufst, achte darauf wie lange es dauert. Du wirst dich wundern, wie schnell er dich findet. Zur Belohnung gibt es ein Leckerchen oder eine kurze Spieleinheit, je nachdem was euer Liebling glücklicher macht. Bei diesem Spiel kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Dieses Spiel kann man auch super während der Gassi Runde im Wald spielen.

5. Impulskontrolle

Diese Übung ist für aktive, junge und verspielte Hunde äußerst schwierig, da sie sich beherrschen müssen. Man legt den Hund ab (kann Sitz oder Platz sein, dass ist dir überlassen). Das Kommando „bleib“ (wie oben schon erklärt) sollte sitzen. Dann fängst du an sein Lieblingsspielzeug hoch zu werfen, zu fangen oder auch fallen zu lassen. Der Hund muss ruhig liegen bleiben und darf lediglich zugucken. Wenn das gut funktioniert kannst du auch anfangen hoch zu hüpfen, nach links und rechts. Du kannst auch um den Hund herumlaufen. Wichtig ist nur das der Hund liegen bleibt und immer wieder bestätigt wird. Du kannst dich also vor deinem Hund zum Affen machen und trotzdem lernt der Hund etwas daraus, und zwar die Nerven zu behalten, auch wenn sein Lieblingsmensch oder Lieblingsspielzeug durch die Luft springt oder geworfen wird. Versuche ihn immer wieder nach kurzen Einheiten zu belohnen und zwischendurch kannst du es auch auflösen und mit deinem Hund spielen. Fängst du die Übung wieder an muss er aber ruhig auf seinem Platz bleiben. Macht er das nicht und springt freudig mit dir herum, legst du ihn ohne Kommentar wieder ab und fängst die Übung wieder von vorne mit ruhigeren Bewegungen an. Beginne immer mit kleinen Schritten und trainiere die Impulskontrolle täglich nur ca. 5 Minuten.

Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen und wünsche euch viel Spaß mit euren Lieblingen zuhause!

Bleibt gesund, eure Laura 😊

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